Autor Thema: (Heizungs-)Gebläse tot  (Gelesen 49269 mal)

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Offline Jensg

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Re: (Heizungs-)Gebläse tot
« Antwort #45 am: 22. November 2010, 21:37:17 »
Danke, drum auch Mosfets als Transistoren. Nur, warum dann nur 0-5V Steuerspannung, Mosfets halten im allegmeinen +-16V bis 20V Gatespannung aus. Oder die verwendeten Typen sind solche mit Ansteuerelektronik im Mosfet, praktisch also ein integrierter Schaltregler mit Leistungsteil.
Jens

Offline targa

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Re: (Heizungs-)Gebläse tot
« Antwort #46 am: 22. November 2010, 21:52:56 »
Auf der Motorplatine sind nur die FETs ? Möglicherweise würden externe Freilaufdioden helfen neuen FETs die Lebensdauer zu verlängern.
Wenn kein PWM im Spiel ist, und es kein Lagerquietschen ist, dann muss da doch was schwingen ?
Evtl. irgendwelche Kondensatoren platt, 10 Jahre sollten die ja eigentlich schon halten, aber wer weiss...

Offline Ueffi

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Re: (Heizungs-)Gebläse tot
« Antwort #47 am: 22. November 2010, 22:26:38 »
Tommy, noch eine Frage: bei dir sind nur 2 FETs drin?
Bei mir sind´s 3, und die brennen auch nicht durch. Es quietscht nur furchtbar!
Kondensatoren habe ich nirgendwo in der Schaltung entdeckt.  :undecided:
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Offline targa

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Re: (Heizungs-)Gebläse tot
« Antwort #48 am: 22. November 2010, 22:32:23 »
Evtl. 2 FETs anderen Typs (mehr Verlustleistung, mehr DS-Wiederstand) ?

Offline tommy

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Re: (Heizungs-)Gebläse tot
« Antwort #49 am: 22. November 2010, 22:51:34 »
Hallo Ueffi,
bei mir sind 2 MOSFET's verbaut. Könnte auch der Grund sein, warum die für Überlast anfälliger sind.
Der dritte Platz für den MOSFET ist zwar da aber leer. Mir solls recht sein, werde ich mir halt auf Vorrat je 2 mal den IRFZ48N und  2 mal den IRF3710 bestellen. Auswechseln geht mittlerweile recht flott. Ich habe die MOSFET's nicht mehr vergossen, somit brauch ich nur noch die Haltespangen lösen und die FET's auslöten.
Gruss
tommy


Offline aikeydesign

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Re: (Heizungs-)Gebläse tot
« Antwort #50 am: 13. Mai 2011, 17:18:59 »
Achtung!!! :Hella Relais! -habe wie gepostet ein Hella 30A Relais erstanden. DIE BELEGUNG IST VON DER WERKSBELEGUNG VERSCHIEDEN! Da der Sockel eh mitverschmort war dann per Löten (dicke Kabel) und, wenn nicht zerstört, die Steckschuhe aus dem Sockel herausgezogen (Steuerkabel), ohne Sockel angeschlossen. Nummerierung mit Schaltplan war auf dem Hella-Relais drauf. -Einfaches Einstecken auf den Sockel führte zu einer kaputten Sicherung.

Offline Moppedboy

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Re: (Heizungs-)Gebläse tot
« Antwort #51 am: 18. September 2011, 18:05:25 »
Dürfte besser funktionieren. Kaufe mehrere und selektiere die die passenden heraus. Der Nachteil an dem niedrigen RDS On ist der, das sie sich kaum selber thermisch paaren. Die hochohmigen Ausführungen machen das von alleine, ist der Sourcewiderstand praktisch eingebaut. Die Kennlinie des IRF3710 gibt bei 4V 7A und bei 5V 30A her, das sollte reichen.
Jens
Hallo,

um das Fass hier mal wieder aufzumachen, bin hier über die beiden Alternativ-MOSFET-TIPPs gestolpert, weil einer vorher verbauten IRFZ48N defekt war.

Weder der weiter oben angegebene IRL3110Z noch der IRF3710 haben hier funktioniert, der 3110 war nach 30 Sekunden durch, der 3710 nach 10 Minuten, aber der 3710 ging immerhin schön seidig, ohne Gequietsche. :-) Jetzt also wieder IRFZ48N bestellen.

Wollte das nur als Erfahrungsbericht posten.

Offline targa

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Re: (Heizungs-)Gebläse tot
« Antwort #52 am: 19. September 2011, 11:39:09 »
Ich werde die Tage auch neue FETs verbauen.... habe mir vor einiger Zeit welche gekauft. Ich werde berichten.

Offline Moppedboy

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Re: (Heizungs-)Gebläse tot
« Antwort #53 am: 19. September 2011, 21:20:24 »
30 Sekunden durch, der 3710 nach 10 Minuten, aber der 3710 ging immerhin schön seidig, ohne Gequietsche.

Korrektur!

Weiß nicht, was da los war, die Lüftung am Samstag ging plötzlich nicht mehr (evtl. was mit der Steuerleitung vom Motor?), hab voreilig geschlossen, die MOSFETS seien durch.

Jedenfalls läuft das Gebläse jetzt seit zwei Tagen anstandslos. Und vor allem ohne Gequietsche und Gezirpe, jubel! Mal sehen, wie lange das geht. Vielleicht entpuppt sich ja der IRF3710 als Quietsch-Killer :-)

Die beiden IRL3110Z waren aber definitiv durchgebrannt, die konnte ich durchmessen, weil ich sie ja durch die anderen ersetzt habe.


Offline wundergeläuf

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Re: (Heizungs-)Gebläse tot
« Antwort #54 am: 19. September 2011, 23:20:30 »
als E-Technikingenieur fass ich das jetzt ein bisschen zusammen:
Das Gebläse wird über 0..5V gestellt, die FETs arbeiten also als Vorwiderstände und nicht als PWM.
Man muss also FETs benutzen die einen ausgedehnten ohmschen Bereich haben (unterer Teil der Uds/Ids Kennlinie, hier sollte der FET idealerweise bei 5V in der Sättigung sein. Der IRLR3110 scheidet vollkommen aus, er ist schon bei 2,5V im Sättigungsbereich, was auch typisch ist für einen reinen SchaltFET, ausserdem hat er sehr kleine Gatekapazitäten und kann daher wunderbar schwingen (deshalb das Fiepen).
Der IRFZ3710 ist schon besser geeignet, er geht bei 4,5V in die Sättigung. Am besten ist eindeutig der IRFZ48N, denn da beginnt die Sättigung bei 5V.
Warum gehen die FETs kaputt obwohl sie 45A und mehr können?? Ganz einfach, sie arbeiten als ohmscher Widerstand, einer alleine kann da nur 50Watt abführen, ansonsten wird er zu heiss. Deshalb muss man auch die FETs parallelschalten, aber: dafür muss man die Kennlinien ausmessen, je besser sie zusammenpassen, desto besser verteilt sich die Leistung. Die IRLR3110 sind durchgebrannt, weil sie nicht zusammenpassten. Je näher ich mit der Gatespannung am Sättigungsbereich liege, desto kritischer ist das.
Die FETs passend auszumessen ist eigentlich nicht schwer. Den zu messenden FET schraubt man an ein Alublech (ca.10cmx10cm). Zwischen Drain und +12V legt man eine Glühlampe von 21W, über der Glühlampe misst man die Spannung. Der Minuspol der 12V Quelle wird mit Source verbunden. Wenn man jetzt zwischen Source und Gate z.b. 1,5V von einer kleinen Batterie anlegt (Plus an Gate) fängt die Lampe an zu glimmen und man liest die Spannung ab und notiert sie. Achtung: nur kurz Spannung anlegen, der FET wird heiss.
So kriegt man aus einer Charge von 10 Stück immer 3 passende. Das mache ich schon lange so, denn auch andere Autos haben FET Regler nur die meisten machen PWM, aber auch hier müssen die FETs zusammenpassen.
Vielleicht kann Hagen ja ne Zeichnung machen ;-))

Schöne Grüsse
Frank
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Offline Jensg

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Re: (Heizungs-)Gebläse tot
« Antwort #55 am: 21. September 2011, 21:40:53 »
Na det ist ja billich. Da biete sich ja eine aufgeblasene Spannungsregelung mittels LM 317 an, um die Schaltung zu ersetzen. Das Qietschen ist also nur das Schwingen der Fets im Extremtemperaturbereich?
Jens

Offline wundergeläuf

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Re: (Heizungs-)Gebläse tot
« Antwort #56 am: 21. September 2011, 22:15:31 »
ginge schon, aber du müsstest 20-30 Stück LM317 parallel schalten, um auf 30 bis 45A Maximalstrom zu kommen, das geht mit den FETs besser.

Das Schwingen ist so eine tolle Wechselwirkung zwischen Motorstrom, der durch den Kollektor  kommutiert und dadurch zerhackt wird (der Strom ist mehrmals in der Sekunde gleich null!!), Spannungsabfall an der Masseleitung (der bei Ugs nicht mit auftaucht!) und Gatekapazität sowie Gate-Drain Umladeströmen. Dadurch kommt es abhängig von Lüfterbelastung und Temperatur zu Zwitschern etc.. Diese Musik kann man verschiedenen FET äusserst unterschiedlich gestalten :-)

Aber: ein kontinuierliches Zwitschern kommt meist von den Kohlen die auf dem (unrunden) Kollektor flattern. Tritt vor allem bei alten Lüftermotoren auf und ist manchmal durch Reinigen der Kohleschächte und des Kollektors zu besteigen.
Diese Klemmeffekte sind meiner Meinung auch ein Grund dafür, das die FETs abrauchen, das Gebläse steht z.b. auf kleiner Stellung und beim nächsten Motorstart am Morgen läuft der Lüftermotor nicht los, weil die Kohlen klemmen. Folge: der Motorstrom ist sehr hoch und die FETs werden nicht gekühlt.
Selber genauso zweimal erlebt, bis ich gemerkt habe, das der Motor nicht angelaufen ist, stank es schon nach Strom :-((
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Offline targa

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Re: (Heizungs-)Gebläse tot
« Antwort #57 am: 22. September 2011, 14:23:05 »
also beim FET wechseln direkt mal den Motor durchpusten ? (auch Elektrotechniker, aber nicht so analog ;)))

Offline Moppedboy

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Re: (Heizungs-)Gebläse tot
« Antwort #58 am: 22. September 2011, 14:31:04 »
als E-Technikingenieur fass ich das jetzt ein bisschen zusammen:
[...]

Danke für deine erhellenden Worte! Werde anhand deiner Messanleitung mal ein paar FETS vorsortieren, damit's im Fall der Fälle schneller geht.

Im Moment funktionieren die beiden IRF3710 noch seidig und quietschfrei, evtl. einfach Zufall. Jedenfalls herrlich, diese Stille. :)



Offline wundergeläuf

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Re: (Heizungs-)Gebläse tot
« Antwort #59 am: 22. September 2011, 15:15:42 »
also beim FET wechseln direkt mal den Motor durchpusten ? (auch Elektrotechniker, aber nicht so analog ;)))
@targa: mach ich jedenfalls immer, und einmal den Kollektor mit der grünen Seite von so einem LIDL Schwamm (gelber Schaumstoff und unten so eine Art Scotchbrite) überputzen in Drehrichtung. Achtung: zum Putzen kein Schleifpapier o.ä nehmen, die Korundpartikel setzen sich ins Kupfer und beim nächsten Motorlauf schmelzen sie und versauen/verbrennen. den Kollektor. P.S.: Digital kann ich aber auch schon :-)))

@moppedboy: sieht so aus als hättest du zwei gut passende erwischt. Beim nächsten Wechsel würde ich drei gut ausgesuchte nehmen, hält länger. Und Wärmeleitpaste nicht vergessen, der Wärmeübergang muss extrem gut sein, 50Watt auf so einer kleinen Fläche, da darf kein Haar zwischen sein.
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