Autor Thema: Übersteuert / neigt zum Ausbrechen  (Gelesen 444 mal)

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Offline Dieselfreund

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Übersteuert / neigt zum Ausbrechen
« am: 04. Mai 2021, 06:49:02 »
Hallo liebe Mitfahrer, wer kann uns Tipps geben woran es liegen mag?
unser Jumpy neigt zum drastischen Übersteuern des Hecks in Linkskurven!
Dies seit kurzem. vor ein paar Wochen habe ich eine Achsmanschette links in der werkstatt machen lassen, dabei stellten sie fest, dass es gut wäre, die Achse zu vermessen/einzustellen, da die Räder vorn innenseitig stark abgelaufen waren.
Nachdem ich den Jumpy ( EZ 2009, 136 PS Diesel, Lang) abgeholt habe, bekam ich einen Schreck. Schon bei 70 km/h übersteuerte er auf trockenener Straße. Zurück in der Werkstatt haben sie nichts gefunden, wechselten die reifen von Vorn nach hinten und umgekehrt, brachte nichts. Habe dann selbst meine Sommerrreifen (Michelin, 80%, gleichmäßig abgefahren) zu Hause raufgetan, wurde eher schlimmer. Vorher allwetterreifen. Also an den Reifen konnte es nicht liegen, Achsgummis /-buchsen etc wurde alles überprüft: nichts zu finden. Meine Frau traut sich gar nicht mehr, den Jumpy zu fahren, weil er echt tückisch auf langgezogene Linkskurven reagiert. ESP soll auch i.O. sein.
Hat jemand eine Erfahrung oder eine Idee, was es sein kann?
Für "sachdienliche Hinweise" würde wir uns seeeehr freuen.
LG Kerstin und Micha 

Offline Jensg

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Re: Übersteuert / neigt zum Ausbrechen
« Antwort #1 am: 04. Mai 2021, 08:35:37 »
Bei der Konstruktion verschleißen die Lagergummis der Querlenker recht schnell, spätestens nach 150.000km sind die hin. Dann haben sie zwar noch kein Spiel, jedoch fahren sich die Vorderreifen immer an den Flanken ab. Ist ein schweres Auto, so mit Leergewicht um die 1,6to rum.
Sofern die Hinterachsgummis in Ordnung sind, also mit dem Montiereisen nicht Spiel haben, tippe ich auf die Querlenker vorne. Wenn ihr da noch die ersten drin habt, dann den kompletten Satz incl. Spurstangenköpfe und Spurstangen wechseln.
Das sich einstellende Spiel addiert sich. Soweit meine Erfahrungen. Luftdruck hinten auf 2,7bar, mit Hängerbetrieb 3,0 bar.
Kontrolle des dicken Gummilagers vone, das darf sich nicht im Lagerbock verdrehen lassen. Also Querlenker lösen und prüfen, ob man mit der Hand den Lagerbock auf dem Gummi verdrehen kan. Wenn ja, dann ist der Querlenker verschlissen. Mit Spielprüfen durch Hebeln erkennt man das nicht. Das kleine Gummilager zeigt zwar Risse im Gummi, ist aber bei mir bisher nie augerissen gewesen. Und ich bin mittlerweile fast 800.000km mit dem 1er Modell gefahren. In 2 Fahrzeugen. Dabei habe ich etliche Querlenker gewechselt, einmal die Hinterachsgummis.
Ich kenn den Scudo nur als äußerst spurstabiles Fahrzeug mit gut kontrollierbarem Ausbrechen und Fangen nach dem unfreiwilligen triften.
Jens

Offline Landelektriker

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Re: Übersteuert / neigt zum Ausbrechen
« Antwort #2 am: 16. August 2021, 22:13:19 »
würde vermuten dass sich die Hinterachslager beim anheben gedreht haben und ihr Verschleiß nun voll zuschlägt

Offline Nino

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Re: Übersteuert / neigt zum Ausbrechen
« Antwort #3 am: 18. August 2021, 14:07:15 »
Handbremse sitzt fest!

Offline Jensg

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Re: Übersteuert / neigt zum Ausbrechen
« Antwort #4 am: 18. August 2021, 19:14:20 »
Stoßdämpfer hin, sodaß die Achse springt?
Jens

Offline joecool

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Re: Übersteuert / neigt zum Ausbrechen
« Antwort #5 am: 19. August 2021, 13:15:23 »
Stoßdämpfer hin, sodaß die Achse springt?
Jens
Das denke ich auch, klassisches Problem, der Stoßdämpfer flattert!!
Die "letzte alte" Ulysse, Last Edition - EZ 08/2002!! 2.0 JTD 16V mit P-Box (138PS),  Scheibenbremsen hinten; Stahlflex, vorher den Fiat Scudo Kasten 1.9 TD (1997)
Jetzt Fiat Scudo Panorama Multijet 165 (2015) und für den Spaß Peugeot 306 2.0 16V Cabrio